Sweet Dreams
| Height | 30.5 cm |
|---|---|
| Width | 21.5 cm |
| Length/Depth | 2.5 cm |
Sweet Dreams
Material:
Öl auf Leinwand, aufgespannt auf einem Malkörper aus Holzleisten mit aufgeleimter Sperrholzplatte
Technik:
Malerei mit Pinsel und Ölfarbe
Versand:
Die Arbeit wird aufgespannt auf dem oben beschriebenen Malkörper versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.
Worum geht’s? Die Arbeit stammt aus dem Bilderzyklus „TUNING" - aus dem Zeitraum 2018 bis heute, wobei die reinen Farbsegmente erst seit 2021 die Oberhand im „TUNING“ Zyklus übernehmen. Es geht um eine sukzessive Entgegenständlichung und Reduzierung des Bildinhaltes, wobei Referenzen an Natur- und Menschen gemachte Phänomene in der Farbanlage findbar sein können.
Sweet Dreams ist Teil einer Serie kleinformatiger Arbeiten, die grundsätzlich eine gleiche formale Kompostion eines Rechtecks aufweisen. Damit schaffe ich mir hier eine Art Vergleichsgruppe in dem die reine Fokussierung auf die verschiedenen Farbverläufe in den Vordergrund tritt und durch das Ausschalten anderer formaler Komponenten zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem reinen Farbsound wird. Die Arbeit kann von fernerem Betrachtungsabstand wie eine digitale Montage im Raum wirken und offenbart erst in der nähren Ansicht die handwerkliche Herkunft. Der Pinselstrich kann teilweise noch erahnt werden. Der Titel weist auf eine mögliche Herkunft der Farbkombination hin und ist aber ggf. auch immer eine falsche Fährte. Sweet Dreams, ist Dancefloor, vergangene Zeit, Zukunft, Chemie, und Farbliebe
Digitale Farbwahlskalen, Flip-Flop Lacke von getunten Sportwagen, Sonnenuntergänge, Schwerindustrie, Weltraum und Spiegelungen im Kaffee können dabei in die Farbkompositionen Eingang finden.
Ziel in meinen Arbeiten ist derzeit eine möglichst große Entgegenständlichung.
Hierzu ein Text der mit Grundlage für meine aktuelle Serie ist.
Entgegenständlichung
Vielleicht gibt es keinen Gegenstand, dem nicht seine Entgegenständlichung eingeschrieben wäre. Nicht zwingend als Auflösung oder endgültige Zersplitterung, sondern als Entzug für den vergegenständlichenden Blick. Denn der Gegenstand, der im Altgriechischen Α ν τ ι κ ε ί με ν(lοatν. objectum) heißt, markiert das Gegenüber eines (wahrnehmenden) Subjekts, das wir Objekt nennen. Er steht gegenüber, bildet eine Opposition aus und konstituiert sich dabei nicht nur in der Subjekt-Objekt-Relation, er erweist sich auch als Konstrukt, das, wie jede Konstruktion, in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Die Zerlegung ist in ihm selbst angelegt. Statt ein von außen aufgezwungener Akt zu sein, gehört sie der Gegenständlichkeit des Gegenstandes apriorisch an. Tatsächlich bedeutet Sehen, nicht ausschließlich Synthetisieren, Zusammensetzen, um Gegenständlichkeit zu konstituieren. Sehen heißt gleichermaßen Analysieren, Zerlegen, Spalten, Fragmentisieren. Das Totale ist unsichtbar. Nur der zersetzende Blick, dessen Separationsleistung unermüdlich ist, gewinnt Gegenständlichkeit. Dafür muss er sensibel für die Risse sein, die die Gegenstandselemente in ihrer Differenz zueinander halten. Seine Sensibilität betrifft auch den Kontingenzwert der Komposition der gegenständlichen Welt. Oft könnten die Konnexionen ihrer Elemente anders sein, als sie es sind. Tatsächlich indiziert das Konzept der Entgegenständlichung das Prinzip der Kontingenz. Die Dinge sind, wie sie sind, doch sie müssen nicht so sein. In der Kontingenz drückt sich die Instabilität oder Arbitrarität der Welt aus. Sie ist ontologischer Index der Fragilität der Dingwelt, d.h. auch ihrer Transformabilität. Entgegenständlichung heißt auch: Entwirklichung des Wirklichen zugunsten einer noch unbekannten Wirklichkeit.
Marcus Steinweg
Daniel Wöllenstein
Lives and works in Cologne.
Artistic career
Education
2002–2009 Studied art at the University of Cologne under Rainer Barzen and Silke Leverkühne
Since 2007: Studio at KunstWerk Cologne
Exhibitions (selection)
2007 Blaumachen, KunstWerk Cologne
2008 ‘Bogen 2: Straight from the HART’ –
2008 Long Night of the Museums – ‘Festive Processions and Diodramas’
2008–2009 ‘Darwin – Design and Creation of a KVB Tram’ to mark Darwin Year 2009, in collaboration with students from the University of Cologne
2011 “Fette Nager – Bello and I” – Museum Night – KunstWerk Cologne
2016 nxnw Festival collaboration with Slobodan Kajkut “20 Interventions”
2016 “Raum 500” – exhibition with Olga Jakob and Heike Simmer – nxnw Festival
2017 “HORST” – KunstWerk Köln
2014–2017 Board member at KunstWerk Köln e.V.
2017 Chairperson of KunstWerk Köln e.V.
2019 Long Night of Museums “Wedding” – installation and collaboration with Heike Simmer
2021 TUNING – KunstWerk
2025 afternoonprojekts with Tom Gully, Oskar Lovis and Gilbert Flöck – KunstWerk Cologne
2026 Fragmented Realities – vonfraunberg Art Gallery, Düsseldorf
2026 Artist of the Month at SKM
Upcoming
June SKM Pop-up Exhibition, Munich
August: SKM Community Exhibition, Leipzig
Artist Statement
What’s it about? The works are taken from the ‘TUNING’ series – spanning the period from 2018 to the present day, although the pure colour segments have only come to dominate the ‘TUNING’ series since 2021. The focus is on a gradual abstraction and reduction of the pictorial content, whilst references to natural and man-made phenomena can be found in the colour and form compositions.
Within the seemingly equal segments, compositions of colour and form can create foregrounds and backgrounds that shift fluidly depending on the viewer’s focus. The play of light, which can be intensified by contrasting colour gradients to the point of ‘glow’, contributes to the sometimes sculptural impact of the works.
Digital colour selection scales, flip-flop paint finishes from tuned sports cars, sunsets, heavy industry, space and reflections in coffee can all find their way into the colour compositions.