o.T. (BLUR)

Height 120 cm
Width 90 cm
Length/Depth 4.5 cm
Description
Material:

Öl auf Leinwand


Technik:

Malerei mit Pinsel


Versand:

Die Arbeit wird aufgespannt auf einem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.



o.T. (BLUR) greift ein Kolorit auf, dass an chemisch metallische Umwandlungsprozesse angelehnt ist. Aber auch Naturphänomene, Sonnenuntergänge unr sind andenkbar. Wobei dreckige Einhörner immer paradox sind. Der Titel kann dabei immer auch falsche Fährte sein. Wahrnehmung und Denke müssen und dürfen immer offen und fluide sein.


Die Reduziertheit ist dabei ein wohltuender Kontrapunkt zum überbordenden Bilder- und Sinnesstrom dem man täglich ausgesetzt ist und lädt zur kontemplativen Betrachtung ein. 


Ziel war eine möglichst große Entgegenständlichung.


Hierzu ein Text der mit Grundlage für die Bilderstellung war: 




Entgegenständlichung

Vielleicht gibt es keinen Gegenstand, dem nicht seine Entgegenständlichung eingeschrieben wäre. Nicht zwingend als Auflösung oder endgültige Zersplitterung, sondern als Entzug für den vergegenständlichenden Blick. Denn der Gegenstand, der im Altgriechischen Α ν τ ι κ ε ί με ν(lοatν. objectum) heißt, markiert das Gegenüber eines (wahrnehmenden) Subjekts, das wir Objekt nennen. Er steht gegenüber, bildet eine Opposition aus und konstituiert sich dabei nicht nur in der Subjekt-Objekt-Relation, er erweist sich auch als Konstrukt, das, wie jede Konstruktion, in seine Bestandteile zerlegt werden kann. Die Zerlegung ist in ihm selbst angelegt. Statt ein von außen aufgezwungener Akt zu sein, gehört sie der Gegenständlichkeit des Gegenstandes apriorisch an. Tatsächlich bedeutet Sehen, nicht ausschließlich Synthetisieren, Zusammensetzen, um Gegenständlichkeit zu konstituieren. Sehen heißt gleichermaßen Analysieren, Zerlegen, Spalten, Fragmentisieren. Das Totale ist unsichtbar. Nur der zersetzende Blick, dessen Separationsleistung unermüdlich ist, gewinnt Gegenständlichkeit. Dafür muss er sensibel für die Risse sein, die die Gegenstandselemente in ihrer Differenz zueinander halten. Seine Sensibilität betrifft auch den Kontingenzwert der Komposition der gegenständlichen Welt. Oft könnten die Konnexionen ihrer Elemente anders sein, als sie es sind. Tatsächlich indiziert das Konzept der Entgegenständlichung das Prinzip der Kontingenz. Die Dinge sind, wie sie sind, doch sie müssen nicht so sein. In der Kontingenz drückt sich die Instabilität oder Arbitrarität der Welt aus. Sie ist ontologischer Index der Fragilität der Dingwelt, d.h. auch ihrer Transformabilität. Entgegenständlichung heißt auch: Entwirklichung des Wirklichen zugunsten einer noch unbekannten Wirklichkeit.

Marcus Steinwegem Keilrahmen versendet – inklusive Echtheitszertifikat und Signatur auf der Rückseite.


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Daniel Wöllenstein

Daniel Wöllenstein, born in 1981 in Wolfhagen



Lives and works in Cologne.

Artistic career


Education

2002–2009 Studied art at the University of Cologne under Rainer Barzen and Silke Leverkühne 

Since 2007: Studio at KunstWerk Cologne



Exhibitions (selection)

2007 Blaumachen, KunstWerk Cologne

2008 ‘Bogen 2: Straight from the HART’ – 

2008 Long Night of the Museums – ‘Festive Processions and Diodramas’ 

2008–2009 ‘Darwin – Design and Creation of a KVB Tram’ to mark Darwin Year 2009, in collaboration with students from the University of Cologne

2011 “Fette Nager – Bello and I” – Museum Night – KunstWerk Cologne

2016 nxnw Festival collaboration with Slobodan Kajkut “20 Interventions” 

2016 “Raum 500” – exhibition with Olga Jakob and Heike Simmer – nxnw Festival 

2017 “HORST” – KunstWerk Köln

2014–2017 Board member at KunstWerk Köln e.V.

2017 Chairperson of KunstWerk Köln e.V. 

2019 Long Night of Museums “Wedding” – installation and collaboration with Heike Simmer

2021 TUNING – KunstWerk 

2025 afternoonprojekts with Tom Gully, Oskar Lovis and Gilbert Flöck – KunstWerk Cologne

2026 Fragmented Realities – vonfraunberg Art Gallery, Düsseldorf

2026 Artist of the Month at SKM



Upcoming

June SKM Pop-up Exhibition, Munich


August: SKM Community Exhibition, Leipzig


Artist Statement

What’s it about? The works are taken from the ‘TUNING’ series – spanning the period from 2018 to the present day, although the pure colour segments have only come to dominate the ‘TUNING’ series since 2021. The focus is on a gradual abstraction and reduction of the pictorial content, whilst references to natural and man-made phenomena can be found in the colour and form compositions.


Within the seemingly equal segments, compositions of colour and form can create foregrounds and backgrounds that shift fluidly depending on the viewer’s focus. The play of light, which can be intensified by contrasting colour gradients to the point of ‘glow’, contributes to the sometimes sculptural impact of the works. 


Digital colour selection scales, flip-flop paint finishes from tuned sports cars, sunsets, heavy industry, space and reflections in coffee can all find their way into the colour compositions.




















Foto von Daniel Wöllenstein

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